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Gartenarbeit
hält fit
und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Das ist allgemein
bekannt.
Weniger publik und besonders für Frauen interessant ist, was die amerikanische
Wissenschaftlerin Dr. Lori Turner herausgefunden hat. Sie untersuchte neun körperliche
Aktivitäten, darunter Aerobic, Rad fahren und schwimmen.
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Ihre
Ergebnisse zeigen, dass zwei Arten der Betätigung in
besonderem Maß geeignet
sind,
die Knochendichte zu erhalten und damit Osteoporose vorzubeugen. Gewichttraining
und Gartenarbeit, Rasen mähen, Unkraut jäten und Pflanzlöchergraben - die Bewegung
dabei sind vielseitig, gleichzeitig kommt es zu einer Gewichtsbelastung. Das kräftigt die
Muskeln, der Aufbau von Knochenmasse nimmt parallel zum Muskelaufbau zu.
Dazu kommt, dass der Körper im Garten dem Sonnenlicht aufgesetzt ist. Er produziert
dann Vitamin D, der Knochenbaustoff Kalzium wird dadurch besser eingelagert.
Ein weiteres Phänomen spürt jeder:
Beim Umgraben oder
in der Hängematte schalten wir ab und spannen aus.
So wird Stress abgebaut.
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Das ist
nicht nur angenehm, sondern ebenfalls gesund - denn andauernder Stress
kann
das Immunsystem schwächen. Ist die Abwehrkraft des Körpers mindert,wird er anfällig
für Entzündungen, Herzbeschwerde und Erschöpfungszustände. Doch Gartenarbeit beugt
nicht nur Krankheiten vor, sie heilt auch. Stress erhöht den Blutdruck, der Blick auf den
Garten senkt ihn. Bewiesen wurde das bereits 1986 von Roger S. Ulrich, der zwei
Patientengruppen nach einer Operation verglich. Eine Gruppe durfte während der Genesung
durchs Fenster auf einen Garten blicken, die andere auf eine Hausmauer.
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Die
Patienten mit Ausblick auf die Natur wurden nicht nur schneller gesund,
sie benötigten
auch weniger Schmerzmittel. Pflanzen wirken auf uns durch ihre Ausstrahlung, ihren Duft,
ihre Farben. Das Berühren von Erde und Blättern löst wichtige Tastreize aus, die eigene
Ernte, das befriedigende´ Gefühl, dass unser Tun sinnvoll ist. All das machen sich die
unterschiedlichen Formen der Gartentherapie" zu Nutze. Einen Überblick dazu geben
" Andreas Niepel und Silke Emmrich " in ihrem Buch "Garten und Therapie".
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Kranken
kann das Gärtnern helfen, Gedächtnis, Motivation und
Konzentration zu verbessern.
Es fördert den Gleichgewichtssinn oder die Koordination, etwa zwischen Auge und Hand.
Therapeut Niepel setzt Gartenarbeit auch bei Schlaganfall-Patienten mit halbseitiger Lähmung
ein: Beim Eintopfen muss beidhändig gearbeitet werden.
Deshalb wird die betroffene Körperseite schneller wieder aktiviert, die Patienten können
nicht widerstehen, beide Hände in die Erde zu stecken."